Kunst

Bildnachweis: Joaquin Rivero / Unsplash

Der Elefant in der Kunst ist ein wiederkehrendes Thema.
Im Folgenden werden einige Beispiele vorgestellt:

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Max Beckmann (1884-1950)

Elefant und Clown im Stall, 1944

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Details: Öl auf Leinwand, 85 x 45 cm
Bildnachweis: Wikimedia Commons

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Nick Brandt (1966-)

Inherit the Dust, 2016

Details: Fotoserie über die Tierwelt Ostafrikas, die keinen Platz in der Welt des Menschen findet
Weitere Informationen und Videos: Webseite Gunther Wegener Fotografie
Link zur Fotoserie: Nick Brandt Inherit the Dust

„In seinem Bildband «Inherit the Dust» zeigt Nick Brandt die Auswirkungen der modernen Gesellschaft auf die Natur  und Tiere aber auch auf die Menschen in Afrika.Für sein Projekt hat Nick seine wunderschönen Tierporträts auf lebensgroße Tafeln gezogen und diese in die von Menschenhand zerstörte Umgebung – in der die Tiere einst gelebt haben – gestellt und fotografiert. Dabei sind beeindruckende Bilder entstanden, die sowohl mahnend als auch bedrückend sind. Alle Bilder sind in schwarz/weiß fotografiert, welches die Stimmung dadurch nochmals unterstützt. Beim betrachten der Bilder wird deutlich, dass nicht nur den Tieren ihre Lebensgrundlage entzogen wurde, sondern auch die Menschen die dort leben unter widrigsten Bedingungen (über-)leben müssen.“ (aus: Webseite Gunther Wegener Fotografie vom 14.8.2018)

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Baldur Burwitz (1971-)

Je ne suis pas une pipe [Ich bin keine Pfeife!], 2013

Details: Bronzeskulptur in Form eines kleinen Elefanten in Stade
Link zum Bild: René & Peter van der Krogt

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Salvador Dalí (1904-1989)

Schwäne spiegeln Elefanten, 1937

Details: Ölfarbe, 51×77 cm

Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen, 1944

Details: Öl auf Holz, 51×41 cm
Link zum Bild: Museo Thyssen-Bornemisza Madrid

„In scharfem Kontrast zur zentralen Symbolkette, deren Dramatik durch die kräftige und grelle Farbgebung unterstrichen wird, steht auch der Elefant mit Obelisk in der rechten oberen Bildhälfte, der eher blass gehalten ist und sich dadurch farblich kaum von dem dahinterliegenden Himmel abhebt.“ (aus: Wikipedia)

Die Elefanten, 1948
Space Elephant, 1980

Details: Bronzeskulptur mit grün-schwarzer Patina und aufgesetztem Obelisken aus Plexiglas auf Marmor-Sockel, 92 cm
Link zum Bild: Galerie Kellermann Düsseldorf

„Die Idee der überlängten Beine ist eine originelle Erfindung Dalís, bei der er die Realitäten vertauscht, indem er die schwergewichtige Körpermasse eines Elefanten zu einem Leichtgewicht uminterpretiert. Das Motiv des Elefanten als Obeliskenträger ist von Berninis 1677 aufgestellten Elefanten auf der Piazza della Minerva in Rom abgeleitet […].“ (aus: RP Online vom 17. Juni 2017)

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Max Ernst (1891-1976)

Celebes, 1921

Details: Öl auf Leinwand, 125,4 x 107,9 cm
Link zum Bild: Tate Gallery of Modern Art, London/UK

„Celebes (oder Der Elefant von Celebes) ist ein frühsurrealistisches Gemälde des dadaistischen und surrealistischen Malers und Bildhauers Max Ernst aus dem Jahr 1921. Entstanden ist es in Köln kurz vor dem Umzug des Künstlers nach Paris. Das Werk gehört seit 1975 zum Bestand der Tate Gallery of Modern Art in London.“ (aus: Wikipedia)

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Richard „Horus“ Engel (1914-1991)

Blindenbrunnen, Rheinaue/Bonn, 1983
Horus Engel_Blindenbrunnen–Rheinaue-Bonn

Details: Blinde und Elefant Bronze, 122x180x120 cm, Sockel zementierte rote Ziegelsteine, Höhe 65 cm, Guss Gebr. Rincker, Sinn
Bildnachweis: Wikipedia Commons

In enger Zusammenarbeit mit dem Blindenverein Bonn e.V. baute die Stadt Bonn einen Duft- und Tastgarten für Blinde, die sich ohne Hilfe zurechtfinden können, da am Eingang ein Bronzerelief den Eindruck der gesamten Anlage in Brailleschrift vermittelt. Zentrum ist ein Brunnen mit der Plastik eines Elefanten, umgeben von fünf Figuren. Die Gruppe steht auf einem mehrfach geschwungenen Sockel. Das unterhalb des Elefantenmaules hervorsprudelnde Wasser setzt akustische Signale und kann damit ebenfalls der Orientierung dienen. Umgesetzt ist ein buddhistisches Gleichnis von der Wahrheit: Fünf Blinde betasten einen Elefanten und deuten dabei Rüssel und Stoßzahn als Schlange und Schwert, Bein als Baumstamm, Ohr als Kohlblatt, Schwanz als Wurm und die rissige Haut als Felswand. Das soll verdeutlichen, dass jeder seine eigene Erfahrung macht und seine eigene Wahrheit findet, wie auch Sehende oft nur Teilwahrheiten erkennen und der absoluten Wahrheit gegenüber blind sind. Der Brunnen schafft so einen Bezug zwischen Nichtsehenden und Sehenden. Das Gleichnis ist in Blinden- und Normalschrift auf einer Bronzetafel in Nähe des Brunnens nachzulesen. Der Garten wurde bereits anl. der Bundesgartenschau 1979 konzipiert, der Brunnen jedoch erst 1983 fertig gestellt. Dr. Wolfgang Hesse stiftete ihn dem Blindenverein. Dieser stellte das Kunstwerk der Stadt Bonn als Dauerleihgabe zur Verfügung.“ (aus: Gabriele Zabel-Zottmann: Skulpturen und Objekte im öffentlichen Raum der Bundeshauptstadt Bonn – Aufgestellt von 1970 bis 1991. Dissertation, Bonn 2012, Teil 2, S. 48/49.)

Weitere Informationen: Gleichnis – Die blinden Männer und der Elefant (Wikipedia)

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Daniel Firman (1966-)

Elephant Series [Elefanten-Serie], 2006-2017

Details: drei Skulpturen: 1. Würsa à 18 000 km de la terre 2006-2008, Präparation, 570 x 250 x 140 cm, Sammlung Vranken-Pommery Monopole, Frankreich, 2. Nasutamanus, 2012, Fiberglas, Polymer, 300 x 528 x 112 cm, 3. Suspended Chord 2016-2017, Präparation aus Polyurethan, Stahl, Polyesterharz, Motor, Sound, 740 x 155 x 310 cm, gehört zur Kollektion des Künstlers
Link zur Serie: Daniel Firman Webseite Elephant

Die Elefanten-Serie ist eine spezifische Interpretation des Raums, in dem der Elefant, eigentlich das schwerste Landsäugetiere, in drei unmöglichen Haltungen und Bewegungen positioniert wird und so eine Welt ohne Schwerkraft erschaffen wird. (freie Übersetzung nach Daniel Firman Webseite Elephant)

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Katharina Fritsch (1956-)

Elefant, 1987

Details: Polyester, Holz, Farbe, 160 x 420 x 380 cm
Link zum Bild: Matthew Marks Webseite

„1987 stellte sie ihren Elefanten im Krefelder Kaiser-Wilhelm-Museum aus, jetzt im K21 beheimatet. Das Werk führte zu Diskussionen in den europäischen und amerikanischen Kunstzeitschriften, so dass die lebensgroßen Skulpturen der Künstlerin zu ihrem Aushängeschild wurden.“ (aus: Wikipedia)

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Bharti Kher (1969-)

The skin speaks a language not its own [Die Haut spricht eine andere Sprache], 2006

Details: Skulptur, Bindis auf lebensgroßem Elefanten aus Fiberglas, 148 x 432 x 183 cm
Link für weitere Informationen: Queensland Art Gallery | Gallery Of Modern Art

In ihrem Werk setzt sich Bharti Kher kritisch mit der Rolle der Populärkultur und Bildsprache in der zeitgenössischen indischen Kunst auseinander, indem sie Bindi und den weißen Elefanten als starke symbolische Metaphern verwendet. Der Begriff Bindi leitet sich von Bindu ab, dem Sanskrit-Wort für Punkt. Es ist traditionell ein Pigmentfleck auf der Stirn und wird mit dem hinduistischen Symbol des „dritten Auges“ in Verbindung gebracht. Kher verwendet das Bindi als Mittel, um Objekte und Oberflächen zu transformieren und ihre Kunst mit einer Reihe von Bedeutungen und Konnotationen aus verschiedenen historischen und zeitgenössischen Epochen zu lenken. Im Buddhismus wird der weiße Elefant mit Weisheit und Königtum in Verbindung gebracht und kommt in Prozessionen und Zeremonien in Süd- und Südostasien vor. In ihrem Werk verwendet Kher die Symbolik eines sterbenden Elefanten, um über die potenziell destruktiven Auswirkungen von Populärkultur, Massenmedien und Konsumismus auf die Kultur Indiens nachzudenken. (freie Übersetzung nach Queensland Art Gallery | Gallery Of Modern Art)

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Franz Marc (1880-1916)

Elephant, 1907
Franz Marc_Elephant

Details: Kreidezeichnung
Bildnachweis: Wikimedia Commons
Informationen zum Künstler: Wikipedia

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Sipho Mabona (1980-)

White Elephant, 2014
sipho-mabona_white-elephant

Details: Elefant aus Papier in Origami-Falttechnik, 320 cm
Bildnachweis: Philipp Schmidli


„Sipho Mabona hat aus einem einzigen, riesigen Stück Papier (15 x 15 Meter) in rund vier Wochen einen lebensgrossen Elefanten erstellt. Das für ihn «eindrücklichste an Land lebende Tier überhaupt» aus Papier ist 3,20 Meter hoch. Während sechs Tagen pro Woche arbeitete der Künstler in Beromünster an seinem Werk. Für die Arbeit benötigte er tatkräftige Unterstützung: Mehrere Assistenten unterstützen Mabona beim Faltprozess. «Zeitweise arbeiteten zehn Leute gleichzeitig mit», so der Origami-Künstler. Anders als bei normalen Origami-Werken musste beim «White Elephant» auf diverse Hilfsmittel zurückgegriffen werden. «Die Kunstform Origami diente hier lediglich als Basis für die Realisierung eines anspruchsvollen Kunstwerks», erklärt Mabona.“ (aus: 20 Minuten vom 11. Mai 2020)

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Eben Markowski

Gravity the Elephant, 2014

Details: originalgetreue Elefanten-Skulptur aus Metall und Metallketten
Link zum Bild: Eben Markowski Webseite
Link zum Video: Eben Markowski Webseite

„January 2013 I began to design a prototype for an elephant. When first commissioned to build the elephant, I thought I would construct a large, aluminum pop art piece. A life-size elephant that two men could hoist up and carry with their own strength. But as I pondered this incredible animal, and unfortunately the misery which wraps itself around this wrinkled, emotional, brave beast… I wanted the piece to convey the weight of extreme beauty, bondage, peace and pain all in one. The chain became the obvious material choice. Not only does it represent realistic wrinkles, it also represents the enslavement this giant beauty has endured existing by our side. The rusted, steel hide constructed from assorted gauges of sheet and plate metal is used for shape and structure to capture the skin that is tight and drawn. I designed the skeleton from structural steel columns that I believe have the load bearing capacity necessary to provide me with the flexibility to expand my creative opportunities. I needed a solid foundation. And then there was the weight of the piece, was a crane needed every time the elephant had to be moved? So I made it a puzzle that five or six strong adults can assemble or disassemble within an hour. Using chain as flexible connective tissue, I linked the rigid skeletal components together with the draped chain (loose skin), which adds both a gravitational and holistic effect to the piece, ultimately tying each and every component together. It is the mighty elephant.“ (aus: Eben Markowski Webseite – nicht mehr verfügbar)

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Jadore Tong (1970-)

Elefant-Mural, 2016

Details: 24 Meter hohes Wandbild eines Elefanten, Haus Wilhelmstraße 7, Theodor-Wolff-Park, Berlin