Elefantenfakten

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Elefanten sind die größten Landsäugetiere

Diesen Rekord verdanken sie ihrer Schulterhöhe von bis zu vier Metern (Savannenelefant), einer durchschnittlichen Länge zwischen vier und fünf Metern und einem Spitzengewicht zwischen vier und sieben Tonnen.

Elefanten sind Familientiere

Bei den Afrikanischen Elefanten führt eine erfahrene Elefantenkuh ihre Töchter und Enkel bis zu ihrem Tod an.

Mehrere entfernt verwandte oder befreundete Herden können wiederum Gemeinschaften von bis zu ungefähr 70 Tieren bilden, die sich abwechselnd zusammenschließen und trennen.

Herden und Gemeinschaften zeichnen sich durch eine lineare Hierarchie – definiert durch Erfahrung, Größe und Sozialkompetenz eines jeden Weibchens – sowie durch gegenseitige Unterstützung, Schutz vor Feinden und Informationsaustausch aus.

Wenn Elefantenbullen unabhängig werden (bei freilebenden Asiatischen Elefantenbullen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren, bei Afrikanischen Elenfantenbullen im Alter zwischen 8 und 19 Jahren), verlassen sie die Herde und bilden „Männer-WGs“. Sie begegnen ihren Familien aber weiterhin und die Kontakte bleiben freundschaftlich.

Elefanten wachsen ein Leben Lang

Eigentlich ist ein Elefantenbulle im Alter von 40 Jahren und eine Elefantenkuh im Alter von 25 Jahren ausgewachsen, jedoch wachsen die Tiere ein Leben lang weiter – wenn auch sehr langsam.

Elefanten ernähren sich gesund, Aber fressen den ganzen Tag

Gräser, Blätter, Früchte, Zweige, Rinde, Wurzeln – ein einzelnes Tier frisst bis zu 150 Kilo pflanzliche Nahrung am Tag – kein Wunder, schließlich braucht es schon im Ruhezustand fast 50.000 Kilokalorien – soviel wie 25 Menschen.

Afrikanische Savannenelefanten verbringen in der Regel mehr als 17 Stunden täglich mit der Nahrungsaufnahme. 

Elefanten wandern viel und schlafen wenig

Die aktivste Zeit beläuft sich bei Elefanten auf die frühen Morgenstunden, den Abend und rund um Mitternacht. Sie bewegen sich zwischen Nahrungsgründen, Wasserstellen und Schattenplätzen und durchkämmen dabei oftmals riesige Gebiete.

Afrikanische Elefanten schlafen lediglich in der Mittagszeit und kurz nach Mitternacht und damit insgesamt nur etwa vier Stunden pro Tag.

Elefanten sind Kommunikationstalente und können mit den Füßen hören

Elefanten verständigen sich oft über Infraschall – tiefe Tonlagen, die Menschen gar nicht wahrnehmen können. Die für uns unhörbaren Schwingungen werden durch die Luft und den Boden mehrere Kilometer weit übertragen und beinhalten Informationen zu Wasser- und Futterquellen sowie zu Gefahren und möglichen Treffen.

Dabei unterhalten sich Elefanten unter anderem, indem sie mit einem ihrer sensiblen Füße aufstampfen oder ihn rollen, wobei nur die Zehen den Boden berühren. 

Elefanten Haben die längste Schwangerschaft unter Säugetieren

Die Schwangerschaft bei Elefanten dauert circa 640 bis 660 Tage, was in etwa 22 Monaten entspricht. Eine Elefantenkuh ist damit fast zwei Jahre lang trächtig.

Elefanten verhalten sich ähnlich wie Menschen

Elefanten haben so hoch entwickelte Gehirne, dass sie eine Vielzahl von Gefühlen erleben – ähnlich wie wir Menschen. Sie sind äußerst sozial und fühlen Mitleid, trösten einander und trauern sogar um ihre Verstorbenen. Verletzte, hilflose Herdenmitglieder werden von den anderen Tieren mit Futter versorgt. Darüber hinaus nutzen sie ihren Rüssel und ihre Stoßzähne als Werkzeuge und sie erkennen ihr Spiegelbild.

Während der Geburt eines Elefantenbabys stellen sich andere Elefantenkühe vor die Mutter und beschützen sie. Die „Hebammen“ helfen beim Entfernen der Eihäute und versuchen, das Neugeborene anschließend mit ihren Rüsseln und Beinen aufzurichten.

Bei den Indischen Elefanten ist ein weibliches Tier für die Betreuung der Jungen zuständig. Ähnlich wie in einem Kindergarten passt sie auf, dass sich keines zu weit von der Gruppe entfernt, während der Großteil der anderen ausgewachsenen Elefanten auf Nahrungssuche geht.

Elefanten vergessen nie

Elefanten haben besonders ausgeprägte Schläfenlappen, in denen im Gehirn die Erinnerungen gespeichert werden. Mit fünf Kilogramm ist ihr Gehirn das größte unter allen Landtieren.

Elefanten sind Landschaftsgärtner und Klimaschützer

Elefanten öffnen Savannen und pflanzen Wälder. Der Dung der Tiere enthält Samen von Bäumen, die so über viele Kilometer verbreitet werden. Wenn Waldelefanten durch die Tropenwälder streifen, dünnen sie die Vegetation aus – vieles wird gefressen oder zertrampelt. Aber die übrig gebliebenen Bäume profitieren von mehr Platz, Wasser und Licht – sie werden besonders dick und hoch und binden unterm Strich mehr CO2 als ohne Elefanten.

Elefanten benutzen ihren Rüssel als Schnorchel

Die Vorfahren der Elefanten hielten sich wahrscheinlich im Wasser auf, ähnlich wie Seekühe, die noch heute lebenden nächsten Verwandten der Rüsseltiere.

Auch anatomische Besonderheiten weisen darauf hin: Elefanten-Embryonen zeigen eine besondere Nierenstruktur, die für Wassertiere typisch ist. Außerdem haben Elefanten, genau wie Wale und Seehunde und im Gegensatz zu den meisten anderen Landsäugetieren, innenliegende Hoden.

Was von der aquatischen Lebensweise übrig blieb: Auch heute noch benutzen Elefanten ihren Rüssel beim Schwimmen wie einen Schnorchel.

Elefanten sind bedroht

Wegen ihrer Stoßzähne werden Elefanten von Wilderern gejagt. Außerdem werden ihre Lebensräume zerstört und zerstückelt – Konflikte mit Bauern und Viehhirten sind vorprogrammiert. Die Folge: Die Weltnaturschutzunion stuft den Asiatischen Elefanten als stark gefährdet ein – genauso wie den Afrikanischen Steppenelefanten. Der Afrikanische Waldelefant ist sogar vom Aussterben bedroht.

Quellen

Natuca­tion: 7 Fun Facts über Elefanten, 20.1.2022

PETA: Der Elefant – 11 faszinierende Fakten über Elefanten, 9.1.2020

SWR-Wissen: Fünf Fakten über Elefanten, 12.8.2021

Vier Pfoten: Zehn Fakten über Elefanten, 21.6.2021