AntiKolonialDenkmal Der Elefant // Bremen

„Das zehn Meter hohe Denkmal in Form eines Elefanten im Deetjen-Park nahe dem Hauptbahnhof würdigt die Opfer der deutschen Kolonialpolitik. Es steht in Bremen, weil die Hansestadt unter den Nazis die „Stadt der Kolonien“ war. Die deutsche Kolonialgeschichte ging von dort aus. […] Der Elefant wurde 1931 als Reichs-Kolonialehrenmal errichtet. Unter ihm befindet sich eine 50 Quadratmeter große und zugängliche Krypta, die zu einem Drittel mit einem Steintisch gefüllt ist. Darauf liegt ein Buch mit den Namen von 1490 deutschen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg in den Kolonien gefallen sind. […]“

in: Osnabrücker Zeitung, 8.7.2015

Bildnachweis: Martin Kowalewski

Weitere Informationen:

  • DerElefant! e.V.: 2008 von Bremerinnen und Bremern gegründeter Verein, um das Bremer AntiKolonialDenkmal als Erinnerungsort für die leidvolle Geschichte der deutschen Kolonien, insbesondere in Afrika, zu bewahren und es unter dem Motto „Toleranz, Respekt, Vielfalt und Kreativität“ als künstlerischen Veranstaltungsort zu installieren.

  • Die Geschichte des Bremer AntiKolonialDenkmals (Webseite DerElefant! e.V.)

Aktualisierung:

Engagiert für den Elefanten. Seit zehn Jahren setzt sich der gleichnamige Verein gegen das Vergessen der deutschen Kolonialgeschichte ein, in: Weser Kurier, 11.6.2018.

„Vor zehn Jahren sei der Elefant in einem schlechten Zustand gewesen, berichtet Gründungsmitglied Ralph Saxe. Feuchtigkeit hatte dem Bauwerk über die Jahre zugesetzt. Im Inneren habe das Umweltamt Rasenmäher verwahrt. Erste Mission des Vereins: Das Monument unter Denkmalschutz stellen lassen. Es gelang, „mit viel Überzeugungsarbeit“ sagt Saxe. Vor neun Jahren dann wurde mit Unterstützung des Vereins das Nama- und Herero-Denkmal auf der Grünfläche vor dem Elefanten errichtet, mit Steinen aus der namibischen Wüste. Noch ist es das einzige Denkmal in Deutschland, das an den Völkermord erinnert.

Damit sei der Verein Vorreiter einer „De-Kolonialisierung“, sagt Saxe. Die Bundesregierung habe bis heute keine Entschädigung gezahlt, erst 2016 sei der Völkermord in einem offiziellen Dokument anerkannt worden. Inzwischen gebe es einen Zulauf an neuen Mitgliedern, sagt die zweite Vereinsvorsitzende Gudrun Eickelberg.

[…] Seit drei Jahren ist nun durch die finanzielle Unterstützung der Stadt Bremen und Hilfe des Landesdenkmalschutzes die Sanierung im Gange.“

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